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am 18. April

...wenn Integration gelingt

Lukas Reiter - Die Integration von Flüchtlingen sei die größte Herausforderung dieses Jahrzehnts. So hört man es aus eigentlich allen politischen Lagern. In Dietach ist gerade in diesem Bereich Großes geleistet worden. Darauf können wir alle stolz sein.

Seit Dezember 2015 gibt es Flüchtlinge in Dietach. Mittlerweile leben sechs afghanische, eine iranische und eine syrische Familie in unserer Gemeinde. Mehr als ein Jahr später ist es an der Zeit darauf zurückzublicken, was sich bei der Integration der AsylwerberInnen in Dietach so getan hat.

Am 15. Dezember 2015 fand ein Informationsabend des Roten Kreuzes zur neuen Unterkunft für vier Familien im Haus der Firma Obermaier am Heuberg statt. Dies war gleichzeitig der Startschuß für das ehrenamtliche Organisationsteam der Dietacher Flüchtlingshilfe. Die freiwilligen Helfer definierten Bereiche wie Bildung, Begegnung, Arbeit, Sport und Freizeit, aber auch Sachspenden mit jeweils verantwortlichen Menschen.

Engagement wohin man schaut

Seitdem ist viel passiert. Ein rein von Ehrenamtlichen organisierter Deutschkurs konnte im gesamten letzten Jahr an jeweils vier Tagen in der Woche abgehalten werden. Das Erlernen der Sprache hat sich in dieser Zeit auch als Schlüssel erfolgreicher Integrationsarbeit herausgestellt. Ein herzlicher Dank an dieser Stelle den mehr als 20 DeutschlehrerInnen, die sich im laufenden, aber auch im vergangenen Jahr die Zeit nahmen, um die Flüchtlinge Deutsch zu lehren.

Es wurden ein Fahrrad- und ein Schwimmkurs und viele verschiedene Ausflüge organisiert. Es freut uns außerdem, dass vier Männer bei der freiwilligen Feuerwehr in Dietach dabei sind. Auch im Fußball und Tischtennisverein sind Asylwerber aktiv.

Politische Verantwortung und Begleitung

Als Integrationsausschussobmann bin ich selbst natürlich in die Integrationsarbeit intensiv eingebunden. Sie wird in Dietach hauptsächlich vom Verein Vielfalt.leben organisiert. Ich darf dabei immer wieder feststellen, dass sich die Gemeinde Dietach kaum eine engagiertere und erfolgreichere Integrationsarbeit für die Flüchtlinge wünschen könnte.

Eine große Herausforderung ist derzeit die Wohnungssuche für die vier Familien, die noch bis 30. Juni im Haus der Firma Obermaier wohnen. Da einige Kinder in die Dietacher Volksschule, aber auch in den Pfarrcaritas Kindergarten gehen, ist es auch verständlich, dass die vier Familien gerne in Dietach bleiben möchten. Wenn sie ein leeres Haus oder eine günstige Wohnung in Dietach kennen, melden sie sich einfach bei uns.

Begegnung ist der Schlüssel

Die von uns initiierte Begegnungswanderung bekommt nicht nur durch die Flüchtlinge dieses Jahr eine besondere Relevanz. Unter dem Motto kultur.wandern.geschichte.begegnung machen wir uns heuer wieder auf den Weg durch Dietach, um unseren Ort, seine Geschichte und Kultur, aber auch einander ein Stück besser kennen zu lernen. Treffpunkt ist am Sonntag 7. Mai um 14 Uhr beim Gemeindeamt.

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